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Episode 40 – Zwischenfolge: Feedback, Armut & Minimalismus, Youtube und mehr

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Minimalismus Podcast – Daniel – Michael

Aufnahme, Schnitt und Nachbearbeitung, Upload, Videoversion und Shownotes by Daniel

3 Kommentare

  1. Hi ihr beiden,

    Oje – Sat1 würde ich auch tatsächlich nicht in meine Wohnung lassen. Schaue auch keine Beiträge der Privaten über Minimalismus oder alternative Lebensformen (vielleicht sollte ich es aber mal tun ).

    Übrigens geht es bei meiner Frage eher um das Umgekehrte: Ist Minimalismus etwas für die Privilegierten? Man muss sich schon leisten können, Dinge direkt auszusortieren. Ich habe gerade eine leere Kommode hier stehen. Ich bewahre sie tatsächlich für spätere Familienplanung auf.

    Wenn ich Kleidung aussortiere, die ich eigentlich noch brauche, mir aber nicht 100% gefällt, muss ich innerhalb kurzer Zeit für Ersatz sorgen. Mehr Zeit, weniger Geld – das passt auch nicht immer: Wenn zwei Personen je 40 Stunden arbeiten und dennoch darauf achten müssen, was sie wann kaufen, bleibt auch nicht viel Zeit zum Selbermachen. Tatsächlich kommen wir gut klar, seit ich euch – und anderen – folge, fällt es mir leichter, Budgets einzuhalten, etwas beiseite zu legen. Trotzdem – würde einer von uns auf Teilzeit wechseln, könnten wir unsere Wohnung nicht halten.

    Ich kommentiere hier ja tatsächlich schon einige Zeit, noch länger höre ich zu. Der Minimalismus als Konzept hat mir definitiv geholfen, zu überlegen, was wichtig ist, aber inzwischen überlege ich schon, ob es für mich Sinn macht, diese Art des Minimalismus zu leben. Ich habe jetzt vor einigen Wochen die Seite https://kaufdiaet.wordpress.com gefunden.

    Der Blog wird von der Mutter in einer vierköpfigen Familie geführt, die experimentell nur einen Gegenstand im Monat kauft – inzwischen seit fast 2 Jahren. Ganz oft geht es da auch darum, Dinge wirklich auch lange zu nutzen, umzuwidmen, wenn es notwendig ist. Die Autorin des Blogs schreibt einmal, dass sie, wenn sie konsequent ausgemistet hätte (was sie eigentlich vorhatte), das nicht so gut hätte umsetzen können. Macht es Sinn, einen Pullover, den ich gerade nicht trage, auszusortieren, wenn mein Lieblingspulli schon fast kaputt ist? Macht es Sinn, meine nicht genutzte (aber doch geliebte) Kommode zu verkaufen, wenn ich sie vermutlich nächstes Jahr brauche? Es geht nicht um die „Für den Fall“-Gegenstände, sondern um ganz normale Alltagsgegenstände, die wir eigentlich ständig ohne nachzudenken ersetzen. Mich stört es zum Beispiel gerade, dass wir zwei Föhns besitzen (wegen einer Studentenwohnung, für die ich eine gewisse Grundausstattung brauchte). Allerdings ist der eine bereits 12 Jahre alt. Sollte ich den „Ersatzföhn“ wirklich verschenken?

    Und das ist es auch, was ich mit Minimalismus und relative Armut meine. Kann man sich das aussortieren leisten? Die andere Seite, das nicht Kaufen, macht für mich irgendwie momentan den Kern der Sache aus. Brauche ich das? Ist dieser Gegenstand nachhaltig genug, sodass ich nicht in wenigen Monaten Ersatz herbeischaffen muss?

    OK – der nächste Podcast wird für mich offensichtlich recht uninteressant 😉 Werde trotzdem zuhören.

    Joachims Lebensweise wäre mir wirklich nicht mehr angenehm – aber vielleicht höre ich da doch nochmal rein. Wusste nicht, dass sich die Folge auch so mit dem Finanziellen beschäftigt. Ich hatte im Kopf, dass er ja als Berater durchaus für sich genug verdient.

    Liebe Grüße und außerdem mal ein ganz fettes DANKE!

    Janine

    PS. Mein Mann findet übrigens eure Dialekte lustig und sympathisch 🙂 Vielleicht ist das auch gemeint. (Übrigens sprechen wir relativ starken Öcher-Dialekt).

    • Hallo Janine,

      ich gebe dir da ein Stück weit recht, dass Minimalismus wie er oft dargestellt wird eher etwas für die etwas besser betuchten zu sein scheint. Wobei man ja auch erst einmal die Mittel haben muss, um sich überhaupt zu viel kaufen zu können. Wer wenig Geld zur Verfügung hat, muss seinen Konsum ja schon von vornherein einschränken.

      Ich sehe es auch so, dass ich versuche die vorhandenen Gegenstände so weit wie möglich zu nutzen und zu verbrauchen. Es gibt aber meist auch Gegenstände, die man nicht mehr nutzt und da sollte man sich dann überlegen, ob man sie in der Wohnung lässt. Manchmal lässt sich etwas noch verkaufen und so kommt etwas Geld in die Kasse.
      Ob es sinnvoll ist Dinge auf Vorrat zu halten muss man im Einzelfall entscheiden. Dein Fön kann jetzt nochmal 12 Jahre halten oder morgen kaputt gehen. Wenn man aber schon Ersatz hat und er platztechnisch nicht stört, würde ich ihn auch behalten. Bei Kleidung genauso, solange sie passt und ich sie auch anziehen würde, behalte ich sie und „verbrauche“ sie erstmal.

  2. Das ist ja dann doch eine recht lange „Zwischenfolge“ geworden.
    Was das Thema youtube und Podcasts angeht möchte ich sagen, dass es mich persönlich überhaupt nicht stört, wenn im Video jemand nur redet. Ich muss ja nicht ständig hingucken und kann wie bei einem Podcast einfach nur zuhören. Nervig finde ich das allenfalls unterwegs, da youtube keine reine Audiowiedergabe unterstützt und man daher gezwungen ist, das Display anzulassen.
    Ich kann aber auch verstehen, dass viele youtube als Plattform bevorzugen. Sei es um ein paar Euro nebenbei einzunehmen oder auch, weil sie nicht auf verschiedenen Plattformen veröffentlichen wollen. Un die meisten Kanäle sind ja ein bunter Mix. Da gibt es dann auch Beiträge bei denen das Videoformat von Vorteil ist, weil irgendetwas gezeigt wird.
    Podcasts sind toll, aber nicht für alles geeignet.

    Ich würde auch die Kanäle nicht alle über einen Kamm Scheren wollen. Sicher gibt es auch im Bereich Minimalismus jede menge Schrott. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass viele gemerkt haben, das man mit Minimalismus im Titel deutlich mehr Klicks generieren kann. Und so mistet dann auch die Beautyqueen mal ihren Schminktisch aus.
    Es gibt auch auch viele Kanäle mit gutem und hochwertigen Inhalten.

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