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Episode 48.2 – Partnersuche als Minimalist

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Shownotes

Gast: Sabine Semmler – Ihr YouTube-Kanal

  • Ist die Wohnung eines Minimalisten partnerfreundlich?
  • OnlineDating
  • Partnersuche offline möglich?

Das erwähnte Haul-Video von Daniel.

Fragen beantworten wir euch gerne in den Kommentaren.

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Minimalismus Podcast – Daniel – Michael

Aufnahme, Schnitt und Nachbearbeitung, Upload, Videoversion und Shownotes by Daniel

4 Kommentare

  1. Hallo ihr Drei und einen besonderen Gruß an Sabine, die mich vielleicht noch von ihrem Kanal kennt. 🙂 Früher habe ich recht häufig kommentiert, aktuell bin ich nur stille Abonnentin, da ich zeitlich oft hinterher hänge.
    Und Daniel erinnert sich vielleicht noch an unser Gespräch über genau dieses Thema im Gysenbergpark.

    Was Online-Plattformen betrifft, verfüge ich über mehrjährige Erfahrung (nicht nur, aber überwiegend bei Finya) und habe auch meinen letzten Partner über Finya kennengelernt und vorher auch etliche mehr oder weniger vielversprechende Dates gehabt. Auch von Freundinnen kenne ich einige Geschichten. Einen Teil eurer Aussagen kann ich bestätigen, andere nicht.

    Dass sich jeder Mann lange Gedanken macht, bevor er eine Frau anschreibt, glaube ich nicht, denn ich bekomme von manchen Männern den selben Text in regelmäßigen Abständen immer wieder gepostet, egal ob ich darauf reagiert habe oder nicht. Sind das Minimalisten? 😀 Wahrscheinlicher ist wohl, dass sie die Erfahrung gemacht haben, dass sich ihre anfängliche Mühe nicht gelohnt hat, immer individuelle Texte abzufassen und sie haben es irgendwann aufgegeben. Aber es ist wohl wie bei einer Bewerbung für einen Job, die sollte m.E. schon so individuell wie möglich sein, sonst entsteht schnell der Eindruck, dass es keine wirkliche Mühe wert ist, aber man nimmt notgedrungen, was man kriegen kann. Das hat dann tatsächlich was von Verzweiflung. Aber niemand möchte ein statistischer Zufallstreffer sein, weil sich (gerade) keine bessere Möglichkeit ergeben hat.

    Ich kann natürlich nur für mich selbst sprechen, aber ich erwarte auch keine langen Texte, die müssen auch nicht besonders eloquent oder intellektuell sein, die Chemie muss einfach stimmen.
    Die Familie quasi verbal bereits zu gründen, noch bevor man sich das erste Mal gesehen hat, wirkt sicher schon ziemlich vereinnahmend. 😉 Mir hat auch mal jemand beim ersten Date seine Heiratspläne offenbart, da fragt man sich dann schon, geht es ihm primär ums Heiraten oder interessiert ihn vorher noch, wen er eigentlich heiraten will? 😀
    Das beschriebene Abhandeln von Personeneckdaten beim ersten Kontakt hat hingegen was von einem Steckbrief oder einer Datenbankabfrage nach Schema F. Aber wer lässt sich schon gerne in ein Schema pressen.

    Bei älteren Profilen denke ich hingegen nicht an Verzweiflung oder Frust, sondern ich frage mich, warum diese Leute teilweise seit Jahren immer noch dort sind. Ich hatte in der Zwischenzeit schon mehrere langjährige Beziehungen, online wie offline kennengelernt. Allerdings hatte ich auch schon mehrere Dates, bei denen sich rausstellte, dass gar nicht der Wunsch nach einer beständigen Beziehung besteht, auch wenn das nur die wenigsten ehrlich ins Profil schreiben. Denen geht es auch nicht mal nur um Sex, sondern sie wollen sich einfach nicht so richtig binden, alles unverbindlich lassen, sich nicht festlegen, keine Kompromisse eingehen, aus Angst, dass sie dann Abstriche mache müssten. Das läuft dann nach dem Prinzip: wasch mich, aber mach mich nicht nass. Auch hier scheint der Konsumgedanke vorherrschend zu sein und das Verlangen nach Zugewinn, ohne dafür zu tief in die Tasche greifen zu müssen. Und wenn sich etwas vermeintlich besseres bietet oder man gleich mehrere parallel haben kann, greift man gerne mal zu. Wozu sollte man sich freiwillig einschränken.
    Denn viele sehen eine Partnerschaft als Einschränkung ihrer Persönlichkeit (zumindest die, die nicht schon vergeben sind, weil sie gerne in einer Partnerschaft leben, das macht den „Markt“ entsprechend klein) und sehen nicht, dass man ebenso wie beim „Weniger ist mehr“ des Minimalismus auch bei Kompromissen davon profitieren kann. Genauso wenn sie etwas dem Partner zu liebe machen, was sie sonst nicht unbedingt täten. Es werden vielleicht zu viele Rechnungen aufgemacht: was gebe ich, was bekomme ich dafür. Und gerade beim „Online-Partner-Shopping“ werden dann natürlich Vergleiche gezogen. Die Leute suchen zu sehr nach der Eierlegenden Wollmilchsau, nach dem perfekten Produkt/Menschen und basteln sich ein Idealbild aus Eckdaten zurecht, während das subtile Gefühl füreinander und die Unvoreingenommenheit im Umgang miteinander immer mehr verloren gehen.

    Aber zurück zu den Männern, die gar nicht wirklich nach einer Partnerin suchen, zumindest nicht nach einer Partnerschaft, wie ich sie verstehe… Das ist auch der Grund, warum ich mein Profil inzwischen sehr minimalistisch gestalte. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Texte tatsächlich gelesen wurden und sogar darauf eingegangen wurde, aber so, dass ich den Eindruck erhielt, wir lägen auf einer Wellenlänge, hätten ähnliche Interessen und vor allem ähnliche Zukunftswünsche, insbesondere was eine dauerhafte Beziehung betrifft.
    Ich muss gestehen, über ein Fake-Profil habe ich schon so manchen Typen von zwei Seiten kennengerlernt und das ist zunächst erschreckend, aber mir inzwischen lieber, als das erst nach Jahren herauszufinden.
    Die Frage, die sich mir oft gestellt hat, ist das „normal“? Liegt es an der Plattform (wobei ich das auch bei Offlinekontakten erlebt habe) oder liegt es an mir und dem, was ich in meinem Profil über mich preisgebe? Eine Kollegin sagte mal sinngemäß zu mir, frag dich nicht, wonach du suchst und warum du auf solche Typen reinfällst, frage dich, wonach die suchen und warum du deren Zielgruppe entsprichst. Und tatsächlich, ich bringe etliche Eigenschaften mit, die solchen Männern genau so eine Beziehungskiste ermöglichen, obwohl wir grundsätzlich verschiedene Vorstellungen von einer Beziehung haben. Seitdem versuche ich mich nicht so schnell zu outen, wonach ICH suche, sondern lasse das erst mal offen, um herauszuhören, ob wir dann immer noch einer Meinung sind. 😉

    Mir drängt sich auch das Gefühl auf, dass Männer sich zwar geschmeichelt fühlen, wenn man sie als Frau anschreibt, aber auch das wirkt dann wohl schnell wie Verzweiflung, weil die Frau es „nötig hat“, selbst aktiv zu werden und sie sonst keinen abbekommt. Viele sind auch noch sehr konservativ und wollen eine Frau erobern. Wenn sie rumzickt, nervt sie, wenn sie aber gar nicht zickt, ist sie zu leicht zu haben, nach dem Motto: was nichts kostet, ist nichts wert.
    Und Daniel, wenn man lange genug immer mal wieder auf diesen Plattformen war und nicht nur oberflächlich hinschaut, dann sieht man auch, dass sich die alten Hasen immer mal wieder neu anmelden. Auch da fragt man sich logischerweise, was war in der (kurzen) Zwischenzeit. Greifen solche Typen immer mal wieder eine andere ab und gehen dann erneut auf Suche, suchen die ernsthaft oder haben sie gerade lediglich Langeweile… Wobei jemand, der rund um die Uhr ausgelastet ist, meist auch keine Zeit mehr für eine Partnerschaft findet.
    Also wie man es auch dreht und wendet, man kann es nur falsch machen. 😉 Nein, zu viele Gedanken sollte man sich tatsächlich nicht machen, wie etwas beim Gegenüber ankommt, man sollte da nicht zu verkopft dran gehen.

    Ich denke, man merkt relativ schnell, ob man gut kommunizieren kann und das ist m.E. eh das A und O, wenn es lange halten soll. Hat man einen ähnlichen Humor, gibt es oft Missverständnisse, würde man sich im Konfliktfall im wahrsten Sinne des Wortes auch noch verstehen oder spricht man quasi verschiedene Sprachen…
    Aber klar, solche Schlüsselmomente wie mit Sabines Kino-Date, gibt es auch. Genauso wie sich wohl niemand davon freisprechen kann, dass er auch nach Aussehen geht. Die eine mag lieber den „Teddy“, die andere den „Athleten“. Aber das sagt natürlich auch oft etwas über den Lebensstil aus. Ich würde z.B. niemanden an meiner Seite haben wollen, dem sein Sport und sein Spiegelbild wichtiger sind als alles andere, dem ich lediglich als Spiegel seiner Selbst dienen würde und bei dem ich immer Angst haben müsste, in seinen Augen ein Gramm zu viel zu wiegen…
    Aber viele Bilder sind ohnehin nicht aktuell (manche, die seit 15 Jahren „suchen“, haben immer noch das selbe Bild im Profil), außerdem sollte man trotzdem offen bleiben für neue Erfahrungen, nicht so oberflächlich hinsehen und nicht in Schubladen denken.
    Aber ob nun Online oder IRL, man braucht schon den passenden Deckel zum Topf. Auch hier können minimalistische Einstellungen helfen. Ein angedetschter Apfel 😀 oder eine Delle im Deckel heißt nicht, dass man nicht trotzdem kompatibel ist, oder es darf auch ein Deckel sein, der früher zu einem anderen Topf gehörte. Ich frage mich allerdings auch, wie man den angedetschten Apfel auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten am besten „verkauft“. Muss man perfekt sein? Ist man es selbst nicht, sucht man auch weniger danach. Dann passt es eigentlich automatisch wieder.
    Allerdings würde ich mich zugegebenermaßen schwer tun, mit jemandem auszukommen, der mir meine/unsere gemeinsame Wohnung wieder „zumüllen“ würde oder der von mir erwarten würde, dass ich die Tussi bin, die jeden Modetrend mitmacht und den Badezimmerschrank und ihr Gesicht mit Kosmetik füllt. 😀 Also eine gewisse Schnittmenge muss schon sein.

    Wie auch immer, man kann es nun mal nicht vorhersehen, wann man wieder zum kompletten Geschirr wird und das ist aktuell für mich schon ein Problem als (angehende) Minimalistin. Ein paar Handtücher dazu zu kaufen, ist relativ unproblematisch, aber ich suche eine neue Wohnung und würde mich gerne verkleinern, hieße aber auch, dass ich mein für zwei Personen ausgelegtes Schlafzimmer nicht mitnehmen würde. Was dann auch einen Umzug entsprechend erleichtern würde. Aktuell habe ich ein klassisches Doppelbett mit zwei 80er Matratzen und Lattenrosten und entsprechend doppelter Menge an Bettwäsche… Und es nervt mich schon seit geraumer Zeit, immer das ganze Bett zu beziehen, obwohl da niemand schläft (die zweite Bettdecke liegt inzwischen im Schrank, das Kissen habe ich entsorgt, zur Not beziehe ich halt ein Sofakissen), ich habe ein Staubproblem (Daniel erinnert sich vielleicht :D) und es nimmt auch unnötig viel Platz ein.
    Was mache ich nun? Mindestens eine neue Matratze wäre inzwischen angebracht, aber kaufe ich die nun für ein Doppelbett (selbe Höhe wie die andere oder am besten gleich zwei), mache ich daraus in der neuen Wohnung ein Einzelbett oder werde ich dann ein Bett in 140er Breite kaufen und dann auch einen neuen Lattenrost und neue passende Bezüge? Es gäbe sogar Hybridlösungen: Stapelbetten oder Tagesbetten, die man bei Bedarf ausziehen kann. Plane ich für mich alleine oder für zwei? Warum mache ich das überhaupt zu meinem eigenen Problem? Wann kaufe ich die neue Matratze/das andere Bett, schon vor dem Umzug oder erst danach, weil es mir großen Aufwand erspart und ich dann das Schlafzimmer komplett mit angepasstem Kleiderschrank und passenden Nachttischen an den Nachmieter verkaufen könnte? Ich weiß aber weder, wann ich eine Wohnung, noch wann ich einen Partner finde.

    So, das waren mal meine ganz minimalistischen Gedanken zum Thema mit denen ich den AB nicht sprengen wollte. 😀
    Und hätte ich mich gefilmt, während ihr gesprochen habt, hätte ich mal wieder viel mit euch gemeinsam gelacht. 😀

    Liebe Grüße
    Karfunkel

  2. Ich würde bei dem was ich hier zu dem Thema gelesen und gehört habe mal wieder empfehlen es mit Jack Frucht zu halten. Sein Kredo: Sei Zufrieden auch ohne Partner und sehe eine Beziehung als optional und nicht als Muss. Ich denke da ist viel Wahres dran, wenn man bedenkt wie viele Leute verzweifelt nach einem Partner suchen, sei es um gesellschaftliche Konventionen zu erfüllen oder weil sie meinen alleine nicht glücklich sein zu können.
    https://www.youtube.com/watch?v=BYtN4IwKTi8

    • @Chris man kann zufrieden sein ohne Partner, aber muss deswegen auch nicht jede Partnerschaft von vornherein ausschließen. Es gibt Menschen wie Jack Frucht (denke nicht, dass das für ihn eine Option ist), die haben bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht und bleiben (deswegen) lieber alleine, andere hingegen leben gerne in einer Partnerschaft. Das hat aber nicht zwangsläufig etwas mit Verzweiflung zu tun. Ich denke, da kann ich für alle Beteiligten hier sprechen.
      Mag vielleicht so geklungen haben, weil ich die Metapher mit dem vollständigen Geschirr benutzt habe, aber ich bin derzeit nicht mal aktiv auf der Suche, wobei Suche es eh nicht trifft, nennen wir es besser: ich ermögliche mir die Option. 😉
      Wie sagte Michael nämlich so treffend, wer fragt schon im Supermarkt jemanden, ob er Lust hätte auf ein gemeinsames Kaffeetrinken. Als Frau setze ich mich auch nicht abends alleine in eine Bar, damit mich dort jemand anspricht, weil es die Umgebung (und der Alkoholpegel) den Männern dort leichter macht. Ich selbst quatsche auch keinen Mann an, der mir zufällig über den Weg läuft. Das hätte dann schon eher was von Verzweiflung. 😀
      Bei Dating-Portalen kann man zumindest davon ausgehen, dass auch andere dort sind, die gerne jemanden kennen lernen würden, mit dem sie sich mehr vorstellen können.

      Dass es für mich eine Option ist, die ich nicht ausschließe(n möchte), ist aber genau das Problem, was sich mir stellt, wenn es um minimalistische Planungen wie ein neues Bett geht. 😀 Kaufe ich mir nun ein Einzelbett, hätte das schon eher den Anklang, als würde ich diese Option ausschließen.
      Mit der Gesellschaft oder dem Irrglauben, nur mit Partner glücklich sein zu können, hat das jedenfalls nichts zu tun, dann hätte ich mich nicht von meinem Partner getrennt, wäre längst verheiratet und hätte Familie. Ich halte aber auch nichts von Schubladendenken, als sei man direkt verzweifelt, nur weil mal sich ein Leben zu zweit gut vorstellen kann oder es sich sogar wünscht und nicht darauf wartet, dass so ein Mensch plötzlich vom Himmel fällt. 😉

  3. Ich selbst habe keine Probleme mit der Partnersuche, da ich das Glück habe, meinen ersten Freund geheiratet zu haben 🙂 Wir entwickeln uns gemeinsam auch Richtung Minimalismus.

    Soziale Kontakte im Allgemeinen sind aber natürlich schon ein großes Thema. Ich muss sagen, dass ich da ganz anders rangehe. Bei mir war auch ein Auslöser für den Minimalismus, dass ich merkte, wie zurückhaltend ich war, wenn Spieleabende bei uns stattfinden sollten: Das erforderte mindestens einen Tag Vorbereitungen mit aufräumen, putzen etc. Das wollte ich nicht. Wir haben extra einen großen Tisch, um ausgedehnte Spieleabende zu veranstalten und ich zögerte ständig? Tatsächlich ist das inzwischen viel besser geworden. Wir treffen uns viel häufiger bei uns zu Hause.

    Aber ich weigere mich tatsächlich aus genau diesem Grund, Geschirr oder Gästehandtücher weiter zu reduzieren. Natürlich könnte ich es irgendwie organisieren, wenn ich Leute einladen möchte, aber ich denke schon, dass man einen Moment zögert, weil man es einfach erstmal organisieren muss. Ich habe ein kleines Service für sechs Personen. Natürlich – für zwei Personen bräuchte ich das nicht. Aber wenn wir einen Spieleabend für fünf Personen machen und dafür einen Eintopf anbieten? Das kommt durchaus häufiger vor. Natürlich gibt es auch Grenzen: Zwei Mal jährlich wird bei uns größer gefeiert (Geburtstage). Aber ich käme nicht auf die Idee, mir dafür ein Service für 12 oder mehr Personen zu kaufen. Tatsächlich leihen wir uns dann das meiner Schwiegereltern. Auch bei Teetassen. Wie oft höre ich „eine reicht“ in Youtube-Videos. Wenn ich zwei Freundinnen einlade, brauche ich bereits vier (ich, mein Mann, der Besuch)!

    Gerade das Soziale soll nicht unter dem Minimalismus leiden. Ich glaube, das es schon ein Handicap ist, wenn man so etwas außer Acht lässt. Die Spontanität leidet einfach darunter. Für mich ist es auch ein Ansporn. Weil ich diese „Extra“-Dinge habe, möchte ich sie auch nutzen. Und ich genieße die Spieleabende!

    Neue Kontakte knüpfen ist aber, denke ich, auch als nicht-Minimalist einfach schwer. Ich selbst habe einen Freundeskreis, der recht klein ist – alle noch aus Schulzeiten. Es fällt mir wirklich schwer, Anschluss nach außen in Sportkursen etc. zu finden. Bis ich mich ans Herz gefasst habe, ist die „Grüppchenbildung“ meist schon abgeschlossen.

    Für mich wäre übrigens ein Treffen bei Ikea ein absolutes No-Go, weil diese großen Konsumtempel für mich reiner Stress sind. Ich würde mich da auch nicht sonderlich vorteilhaft präsentieren, da ich ständig nervös den Kopf drehen und im schlimmsten Fall Schweißausbrüche bekommen würde. Ich denke, dass man damit schon viele nette, aber ruhigere Frauen abschreckt – gerade die konsumkritischeren. Das hat nicht unbedingt etwas mit mangelndem Humor zu tun, wenn man dann doch lieber ein ruhigeres Fleckchen haben möchte – im schlimmsten Fall sogar ganz klassisch in einem Café.

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